Projekte in der Ukraine


Ukraine - von der reichen Kornkammer zum bitterarmen Land Europas

Mit einer Landesfläche von 603.700 Quadratmetern ist die Ukraine nach Russland das größte Land Europas. Von den über 46 Millionen Menschen, die in der Ukraine leben, wohnen rund 2,7 Millionen Menschen in der Hauptstadt Kiew. In der Ukraine, laut Weltbank eines der ärmsten Länder der Welt, ist die Schere zwischen Arm und Reich groß. Ein soziales Netz wie in Westeuropa gibt es nicht. Mehr als ein Drittel der Menschen leben in extremer Armut. Besonders hart trifft es Rentner. Über 80 Prozent leiden an bitterer Armut.

Die Euphorie der orangenen Revolution, die im September 2004 viele Tausende Menschen in Kiew auf die Straße trieb, ist längst verflogen. Die einstigen Hoffnungsträger des Volkes, Julia Timoschenko und Viktor Juschtschenko, haben es nicht geschafft, ihr Land dem Westen anzunähern. Seit dem 7. Februar 2010 heißt der neue Präsident Viktor Janukowitsch, der als prorussisch gilt. Und das Volk leidet weiter unter der bitteren Armut.

In den Seitenstraßen der Stadt Bila Zerkwa ist die Zeit stehen geblieben:
Kaum eine der Hütten verfügt über fließendes Wasser.
In ihren Gärten bauen die Menschen Gemüse und Obst an.

In diesem von Hoffnungslosigkeit geplagten Land leistet die Stiftung Hof Schlüter humanitäre Hilfe. Der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit liegt auf der rund 70 Kilometer südlich von Kiew liegenden 220.000-Einwohner-Stadt Bila Zerkwa. Hier ist von dem westlichen Glanz und Reichtum der Metropole Kiew nichts mehr spürbar. Vor allem alte Menschen und Kinder leiden unter der immensen Armut.

In Bila Zerkwa leiden die Menschen, vor allem die Kinder, noch heute unter den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe. Krebserkrankungen und Missbildungen von Neugeborenen gehen auf das Konto der atomaren Wolke, die im April 1986 über Bila Zerkwa schwebte.

Bislang schickte die Stiftung Hilfsgüter mit einem Gesamtgewicht von rund 500 Tonnen und einem Wert von rund 2,5 Millionen Euro in die Ukraine. In einer Übereinkunft mit der Kommission für humanitäre Hilfe im Ministerkabinett der Ukraine wurde geregelt, dass alle Hilfslieferungen die öffentlichen Einrichtungen direkt und überprüfbar erreichen.  Die Tschernobyl-Veteranen, ehemals junge Soldaten und Polizisten, die wenige Stunden nach dem Reaktorunglück im Mai 1986 in das Atomkraftwerk geschickt wurden, um Aufräumarbeiten zu leisten und heute unter den Folgen der atomaren Bestrahlung leiden, erhalten keinerlei Hilfe vom Staat.

 

Ärzte des Krankenhauses "Semaschko" entladen einen Lastzug aus
Deutschland mit 42 Krankenhausbetten, Matratzen und Textilien

 

Karitative Projekte der Stiftung Hof Schlüter in der Ukraine

mit Schwerpunkt in Bila Zerkwa, einer Stadt mit rd. 220.000 Einwohnern, 70 km südlich von Kiew.

Hier kommt die humanitäre Hilfe ohne Umwege an. In der Kleiderkammer
der Stiftung Hof Schlüter werden die in Deutschland gesammelten Kleider
kostenlos an die Menschen in Bila Zerkwa verteilt.